PostModerne Diskurse zwischen Sprache und Macht

20.-22. November 1998 in Erlangen

"Differenz" ist das Schlagwort der Postmoderne, mit dem das Ende des Glaubens an die Unschuld der Sprache eingelaeutet wird. Diese theoretische Entwicklung wird von zunehmenden Legitimationsdefiziten westlicher Demokratien begleitet. Als universal oder natuerlich verstandene Praktiken und Institutionen werden hinterfragt und auf ihren metaphysischen Gehalt hin ueberprueft.

Wer lädt ein und wer ist eingeladen?

Im Rahmen der ersten Erlanger Graduiertenkonferenz wollen die Institute fuer Soziologie und fuer Politische Wissenschaft der Friedrich-Alexander-Universitaet Erlangen-Nuernberg an Themen dieser Debatte anknuepfen. NachwuchswissenschaftlerInnen (von Studierenden bis zu HabilitandInnen) der Geistes-, Sozial-, und Rechtswissenschaften sind eingeladen, an dieser interdisziplinaeren Tagung teilzunehmen, um die Krise der Moderne und ihre Auswirkungen auf die gegenwaertige Theoriebildung zu diskutieren. Kurt Lenk (Erlangen) wird eine keynote address halten.

Weshalb eine Graduiertenkonferenz?

Einerseits geht es um den fachlichen, disziplinuebergreifenden Austausch zwischen Wissenschaftlern einer neuen, kritischen Generation. Zum zweiten ist es Ziel der Veranstalter, ein Netzwerk junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu knuepfen. Es ist geplant, im Anschluss an die Graduiertenkonferenz ausgewaehlte Beitraege der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einem Sammelband zu publizieren.

Thematische Schwerpunkte

  • Theorien des Poststrukturalismus und der Postmoderne
  • Linguistic Turn Gender- und Transgenderproblematik
  • Minoritaetenproblematik Differenz in (post)modernen Gesellschaften
  • Soziale Ungleichheit und symbolische Gewalt
  • Naturalisierung und Objektivierung von Machtstrukturen
  • Ideologiekritik und Globalisierung
  • Literatur und Differenzbewusstsein
  • Medien zwischen Sprache und Macht
  • Marxismus und Postmoderne etc.

Organisation und Vorbereitung

1. Um einen angeregten Austausch zu ermoeglichen, referieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nur knapp ihre inhaltlichen Schwerpunkte. Aus diesem Grund bitten wir um Zusendung eines einseitigen Abstracts zu einem kurzen Redebeitrag mit einer Zusammenfassung des Forschungsinteresse und der "wissenschaftlichen Herkunft".

2. Um die Diskussion von "Vortragsballast" zu entlasten, bitten wir weiterhin um die Zusendung eines 10- bis 20seitigen Papers aus dem Feld des individuellen Forschungsgegenstands. Diese Manuskripte sollen bereits im Vorfeld der Konferenz auf unserer Webpage plaziert werden.

Übernachtung und Kosten

Auf Wunsch senden wir gerne Informationen zu Uebernachtungsmoeglichkeiten in Erlangen zu. Darueberhinaus bieten wir an, private und kostenlose Unterbringung zu organisieren. In sozialen Notfaellen kann ein Zuschuss zu den Reisekosten gezahlt werden. Die Konferenzgebuehr (Kopien, Kaffee/Tee, Getraenke) betraegt DM 15,-.

Organisatoren
Johannes Angermüller
Martin Nonhoff