„Propheten“ und „Humanisten“

„Propheten“ und „Humanisten“: Die Konjunktur der Sciences humaines und das intellektuelle Feld in Frankreich (1960-1980) (Zusammenfassung des Promotionsprojekts)

von Johannes Angermüller

1) Einleitung

Am Beispiel der symbolischen Konjunktur der intellektuellen „Propheten“ möchte ich die institutionellen Verhältnisse und Transformationen des intellektuellen Felds in den sechziger und siebziger Jahren in Frankreich sowie die hegemonialen Artikulationen und diskursiven Positionierungen seiner Produzenten untersuchen. Ich werde zunächst versuchen, die historische Situation des intellektuellen Felds der Zeit zu umreißen. Dann werde ich zeigen, wie eine diskursanalytische Methode das Problem der Artikulation zwischen diskursivem Ereignis und Feld angeht. Schließlich werde ich anhand einiger empirischer Resultate diskutieren, wie die Produzenten des Felds sich die intellektuellen Subjektpositionen des Diskurses aneignen, sich gegenüber ihren Konkurrenten definieren und hegemoniale Projekte artikulieren.

2) Struktur und Geschichte des intellektuellen Felds in den sechziger und siebziger Jahren in Frankreich

Nach Pierre Bourdieu ist das Feld eine hierarchische und relativ autonome Struktur symbolischer Produzenten, die bestrebt sind, symbolische Profite zu akkumulieren (Bourdieu 1984). Bourdieu betont die ungleichen Beziehungen zwischen den Produzenten und lenkt den Blick auf die Zwänge, die auf die intellektuelle Arbeit wirken. Mit Blick auf das uns interessierende Feld – das französische intellektuelle Feld im 20. Jahrhundert – erlaubt die Bourdieu’sche Theorie, die Struktur und die Transformationen der Beziehungen zwischen Produzenten und Konsumenten zu beschreiben. Aus diskursanalytischer Sicht erweist sich Bourdieus Modell als problematisch. Doch bevor seine Grenzen diskutiert werden sollen, werde ich die wichtigsten Ergebnisse zusammenfassen, die ich mit Bourdieus Perspektive gewonnen habe.

Das intellektuelle Feld in Frankreich weist im 20. Jahrhundert meist eine dreipolige Struktur auf, die ein akademisches, ein künstlerisches und ein mediales Subfeld umfasst (cf. Kauppi 1996). Am Ausgang des 19. Jahrhunderts zeichnet sich das Feld durch eine relative Dominanz des künstlerischen Subfelds aus. Nach dem zweiten Weltkrieg steigt die Anziehungskraft des akademischen Subfelds, dessen starke Expansion ab 1960 den Erfolg zahlreicher theoretischer Projekte mit umfassendem intellektuellen Anspruch begünstigt. Die „Propheten“ wie Lacan, Althusser und Foucault erleben nun ihr goldenes Zeitalter und üben einen großen Einfluss auf das neue akademische und semiakademische Publikum aus. Die schulisch-kanonische Tradition in den Universitäten sowie vorhergehende Avantgardebewegungen (z.B. Sartre) werden nun als „humanistisch“ gebrandmarkt. Im akademischen Subfeld beginnt nun eine tiefe Krise pädagogischer Beziehungen, die mit einer raschen Abfolge theoretischer Moden und neuer Tendenzen einhergeht. Die Produzenten, denen es gelingt, neue Forschungsrichtungen zu begründen, genießen hohe öffentliche Anerkennung, nicht nur in eigentlich akademischen Bereichen, sondern auch in künstlerischen, kulturellen, journalistischen und politischen Kontexten.

Eine kleine Anzahl charismatischer symbolischer Produzenten profitiert von dieser Situation ganz besonders. Indem sie die symbolischen Ökonomien des akademischen, des künstlerischen und des medialen Subfelds kurzschließen, gelingt es ihnen, ihren Anhänger eine umfassende intellektuelle Orientierung zu geben. Neben dieser Kurzschließung muss aber auch die institutionelle Situation eines in Aufruhr befindlichen akademischen Subfelds und seine eigentümliche chiasmatische Struktur betrachtet werden. Seit jeher spannt sich das akademische Feld zwischen einem „akademischen Zentrum“ – den Pariser Universitäten – und den „peripheren Institutionen“ wie dem Collège de France und der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales auf (cf. Rieffel 1993: 427ff.). So dominieren im Großen und Ganzen zwei verschiedene, aber komplementäre symbolische Ökonomien: Zum einen das „Zentrum“, das über die akademische Lehre und Zertifizierung, die administrative Steuerung und die Reproduktion der Produzenten verfügt. Zum anderen die „Peripherie“, die oft der Ort für interdisziplinären Austausch, für von der akademischen Norm abweichende Karrieren und für innovative und heterodoxe Forschung und Theorien ist. Ein ganzes System von Verlagen, Zeitschriften und Zeitungen, Clans und Ställen ruft diese Differenz von „Zentrum“ und „Peripherie“ immer wieder auf den Plan.

Diese Darstellung kann nur als ein grobe Annäherung verstanden werden, und sie impliziert nicht, dass die Produzenten die Repräsentanten oder Vollzugsinstanzen eines gegebenen Orts im Feld sind. Im Gegenteil, die Positionen und Regionen existieren nicht vor ihren diskursiven Aneignungen; oft besetzen diese Produzenten Positionen in verschiedenen, ja sogar „widersprüchlichen“ Regionen des Felds. Gerade auch die „Propheten“ sind ein solcher Fall, deren Erfolg stark von dem Aufschwung einiger peripheren Institutionen abhängt, etwa der sechsten Sektion der Ecole des Hautes Etudes, der Universität von Vincennes oder der neuen Forschungsgruppen des CNRS [französisches Max-Planck-System]. Ihre Fähigkeit, zwischen der Peripherie und dem Zentrum sowie zwischen den verschiedenen Subfeldern hin und herzuwechseln, setzt eine diskursive Kompetenz voraus, die sich so gut wie nie in den universitären Regionen des Felds ausbildet. Außer einigen unabhängigen Köpfen wie Jacques Lacan, Roland Barthes und Philippe Sollers stammen die meisten der „Propheten“ aus dem System der Eliteschulen („Grandes Écoles“), genauer gesagt der Ecole Normale Supérieure (E.N.S.), z.B. Lévi-Strauss, Althusser, Foucault, Deleuze und Derrida. So scheint die E.N.S.-Ausbildung der Artikulation intellektueller Großprojekte, die in den sechziger und siebziger Jahren so viel Wirbel auslösen sollten, besonders förderlich zu sein: Ihr unumstrittenes akademisches Prestige und ihre Fähigkeit, Texte schnell zu produzieren und zu reproduzieren, verleiht ihnen gegenüber ihren Konkurrenten einen uneinholbaren Vorteil, v.a. dann, wenn es gilt, sich auf eine beschleunigte Abfolge intellektueller Moden einzustellen und große theoretische Gebäude zu entwerfen.

Mit Hilfe von Bourdieus Theorie habe ich die zeitgenössische Situation der französischen Intellektuellen kurz umrissen. Um eine Analyse des prophetischen Diskurses vorzunehmen, reicht es jedoch nicht, auf die schnelle Ausdehnung des Hochschulsystems hinzuweisen. Man muss ebenfalls fragen, wie die Beziehungen zwischen den Produzenten des Felds mit der diskursiven Ebene verbunden sind und auf welche Weise das Soziale und das Symbolische durch den Diskurs artikuliert werden. Und hier, auf diskursiver Ebene, soll Bourdieus Theorie einer kritischen Revision unterzogen werden.

3) Eine struktural-pragmatische Methodologie der Diskursanalyse

Die zentrale Frage dieser Arbeit richtet sich darauf, das Verhältnis zwischen Diskurs und Ort bzw. die Artikulation von symbolischem Produkt und Feld herauszuarbeiten. In Bourdieus Soziologie der Intellektuellen wird die symbolische Produktion durch das Feld strukturiert. Dieser Ansatz hat den Vorteil, dass er die Rolle von Produktionsapparaten, die institutionelle Geschichte des Felds und die halb- oder unbewussten Konflikte zwischen den Produzenten betont. Doch während Bourdieu eine „objektive“ Repräsentation des Felds anstrebt, wird das Problem der diskursiven Artikulation von symbolischem Produkt und Feld nicht gelöst. Indem er die Homologie von sozialen und symbolischen Strukturen voraussetzt, postuliert Bourdieu die Objektivität der Feldstruktur, die als die „Wahrheit“ eines jeden diskursiven Einsatzes verstanden wird. Für die struktural-pragmatische Diskursanalyse ist diese objektivistische Tendenz problematisch (cf. de Certeau 1990), denn das, was auf symbolischer Ebene zu klären ist, muss schon mit einer Theorie des Felds bestimmt werden.

Um dieser Kritik zu begegnen, möchte ich Bourdieus strukturales Modell mit bestimmten Ansätzen der linguistischen Pragmatik kombinieren. Indem diese die Ereignishaftigkeit, die Spezifizität und die Kontextualität betont, kann die Pragmatik auf den Begriff des Kodes, der Grammatik oder des Habitus verzichten, die von Saussures Epigonen (wie Bourdieu) herangezogen werden, um die individuellen Manifestationen einer Struktur zu erklären. Anstelle abstrakter Wertigkeiten einer Langue betrachtet die Pragmatik diskursive Akte bzw. Enunziationen (Austin 1962). Eine „Enunziation“ (frz. énonciation, engl. Utterance = Äußerung) ist immer eine konkrete Enaktierung von Sprache, die sich in einem spezifischen Kontext vollzieht. Erst in ihrem Vollzug wird die Enunziation zu einem diskursiven Tatbestand. Aus pragmatischer Sicht kann der diskursive Akt von dem Ereignis, das ihn konstituiert, nicht getrennt werden.

Doch soll die Ebene der Struktur nicht unterschlagen werden, und ich plädiere daher für ein temporalisiertes Strukturmodell, für das, um mit Ernesto Laclau (1990) zu sprechen, jedes diskursive Ereignis in einer Struktur stattfindet, die dieses sowohl konstituiert als auch voraussetzt. Das Ereignis artikuliert die Struktur; und die Struktur ist eine notwendige Spezifikation des Ereigniskontexts. Der Diskurs ist dann nichts anderes als die artikulatorische Aktivität zwischen Struktur und Ereignis. Im Gegensatz zum Bourdieu’schen Modell betrachtet die struktural-pragmatische Diskurstheorie die Artikulation als irreduzibel kontingent. Jeder diskursive Akt artikuliert und rekonstituiert die Feldstruktur, indem er etwas notwendig Neues in das existierende System von Differenzen einführt. Da jeder diskursive Akt irreduzibel kontingent ist, kann Sinn immer nur begrenzt objektiv sein. Aus dieser Perspektive ist das Feld somit eine durch irreduzibel kontingente Diskursakte vorläufig vernähte Struktur.

Welche Konsequenzen ergeben sich hieraus für die vorgeschlagene Analyse?

1) Vom Sozialen zur Hegemonie. Da das Feld und das Soziale konstitutiv offen sind, kann keine gegebene Realität vorausgesetzt werden, die sich dann in Texten ausdrückt. Das Soziale wird durch jeden diskursiven Akt artikuliert, der Komplexe von diskursiven Positionen verbindet, die Laclau und Mouffe als „Hegemonien“ bezeichnen (1985). Eine Hegemonie ist demnach eine durch kontingente Akte artikuliertes Bündel disparater Elemente, in denen das Soziale vorläufig vernäht ist. So umfasst die prophetische Hegemonie etwa eine linke politische Orientierung, das linguistische Modell, eine modernistische Ästhetik, einen theoretischen Materialismus etc.

2) Für eine nichtsubjektivistische Theorie der Subjektivität (Pêcheux 1975: 120). Während der Bildung einer Hegemonie wird der diskursive Raum nach eigenen und anderen Regionen unterteilt. Die Individuen können sich die diskursiven Subjektpositionen, die die Hegemonie ihnen bietet, dann aneignen. Mit Lacan kann gesagt werden, dass sie in den Diskurs eintreten und „Subjekte“ werden (1978). Eine Subjektivität wie die der Propheten ist daher alles andere als den Individuen eigentümlich, sondern muss vielmehr als Diskurseffekt begriffen werden, der es den Individuen erlaubt, sich gegeneinander zu positionieren und eine soziale, legale bzw. kulturelle Existenz zu gewinnen (Althusser 1995).

4) Die diskursive Hegemonie und Subjektivität der „Propheten“ und „Humanisten“

Wie können nun die diskursiven Hegemonien und Subjektivitäten der Propheten und Humanisten beschrieben werden? Die prophetische Hegemonie muss insofern als parasitär angesehen werden, als sie ihren humanistischen anderen nicht ohne eine Infragestellung ihrer selbst überwinden kann. Um die Inszenierung der intellektuellen Hegemonien und Subjektivitäten exemplarisch zu beleuchten, werde ich einige meiner empirischen Ergebnisse mit Hilfe einer Theorie von Deixis und Szenographie zusammenfassen. Dieser Ansatz, der von Dominique Maingueneau (1993) und Frédric Cossutta (1989) entworfen worden ist, arbeitet die Art und Weise heraus, mit der die deiktischen Markierungen die Enunziation zeigen und, vermittels dieser, die diskursive Position des Individuums indizieren, das sich den Diskurs aneignet.

Ich werde zunächst auf die humanistische Subjektivität eingehen. Die Repräsentanten dieser Hegemonie (z.B. Raymond Picard, Mikel Dufrenne, Georges Gusdorf) eignen sich die humanistische Subjektivität an, indem sie die Deiktika der Person, des Raums und der Zeit als „Pseudo-Markierungen der Enunziation“ (faux embrayeurs) gebrauchen. So wird jede der drei Hauptkategorien durch einen Ursprungs- und einen Derivatterm konstituiert. Für den Humanisten setzt das „ich“ ein sprechendes, sinngebendes Subjekt voraus, von dem das „er/sie/es“ abhängt; für diesen stellt sich das „hier“ als ein räumlicher Ursprung dar, der das „dort“ schafft; mit Blick auf das „jetzt“ ist es die lebendige Gegenwart, von der sich das „damals“ ableitet. Dieses System von primären und sekundären Konzepten gründet ein diskursives Universum, das sich durch die drei Achsen der Person, des Raums und der Zeit definiert und fundamental hierarchisiert ist. Diese drei Achsen scheinen von einem Ursprungspunkt auszugehen, einem transzendentalen Zentrum humanistischer Enunziation, in der das humanistische Universum zusammenläuft. Das Sprechen (discours) des Humanisten, d.h. seine konkreten Enunziationen, messen sich an diesem Ursprung, der es ihm erlaubt, sich in eine diskursive Ordnung einzufügen, wo jedes Elemente „seinen Ort“ hat. Dieses Ursprungszentrum verleiht den intersubjektiven Beziehungen, dem Raum und der Geschichte der westlichen Zivilisation, ihren übergreifenden Sinn.

Während sich der humanistische Raum in einem diskursivem Ursprung (z.B. „einem sprechenden Subjekt“ oder „einem letzten Sinn westlicher Kultur“) gründet, der „Kontinuität“ und „Ordnung“ garantiert, charakterisiert sich der diskursive Raum der Propheten durch den „Bruch“ und die „Verstreuung“. Das humanistische „ich“ wird zu einem privilegierten Ort der „Ideologie“. So wird in den Schrift- (écriture) und Texttheorien, die von verschiedenen Produzenten wie Barthes, Derrida und der Tel Quel-Gruppe vertreten werden, der Schriftsteller im Sinne eines Herrn seines Sinns zugunsten des Lesers abgewertet, der als eine produktive Instanz gesehen wird, die den Text mit jeder Lektüre neu schafft. Die subjektive Fülle wird als eine ideologische Illusion entmystifiziert, als ein Spiegeleffekt von Strukturen eines Universums ohne totalisierendes Ursprungszentrum. Der Raum der prophetischen Szenographie ist ein „glatter Raum“ (Deleuze und Guattari 1980) ohne natürlich privilegierte Regionen und ohne räumliche Hierarchien zwischen Zivilisation und Nicht-Zivilisation, zwischen dem Westen und seinem anderen etc. Zwischen „hier“ und „dort“ gibt es keine hierarchische Relation. In der Spiegelwelt (imaginaire) der prophetischen Intellektuellen wird das intellektuelle Feld als ein in einem dauernden Konflikt befindlicher Raum dargestellt. Die prophetische Zeitlichkeit ist von Revolutionen und Brüchen durchlöchert, was jeden umfassenden Geschichtssinn, von den Ursprüngen zum letztendlichen Sinn westlicher Kultur, unterläuft. Die prophetische Temporalität ist insofern modernistisch, als sie das Festhalten an der Tradition unterlaufen und eine neue Ordnung finden will.

5) Konklusion

Abschließend möchte ich unterstreichen, dass die zwei Subjektivitäten der Propheten und Humanisten einen solidarischen Antagonismus begründen, der die wichtigsten intellektuellen Diskurse der sechziger und siebziger Jahre durchzieht. Der Antagonismus wird erst überwunden, als sich ab 1975 eine neue hegemoniale Ordnung durchsetzt. Mit dem Beginn des Zeitalters von Fernsehen, industrialisierter Unterhaltungskultur und Internet verliert die symbolische Produktion der französischen Intellektuellen ihre modernistischen Referenzen, und die eigentlich akademische Legitimität geht für die, die sich an ein breites Publikum wenden, an Bedeutung zurück. Die „nouveaux philosophes“, die eine gewisse prophetische Rhetorik mit dem Antimarxismus der etablierten Medieninstitutionen verbinden, sind die neuen Medienintellektuellen, die einen Umbruch in der hegemonialen Verfasstheit des Felds bezeugen. Mit der Wiederherstellung geordneter pädagogischer Beziehungen im akademischen Feld und dem Verschwinden der ästhetischen Avantgarde, setzt sich ein neuer Antagonismus durch, und zwar zwischen Technokraten, Experten und Medienberatern einerseits und universitären ForscherInnen andererseits. Dieser Umbruch geht mit einer neuen Sprachlosigkeit des kritischen engagierten Intellektuellen (intellectuel engagé) einher, mit der Rehabilitation einiger humanistischer Galionsfiguren (wie Raymond Aron) und mit dem Aufschwung der neoliberalen Philosophen. Die diskursiven Mechanismen dieses postavantgardistischen und neoliberalen Zeitalters haben mit den diskursiven Hegemonien, Subjektivitäten und Antagonismen der sechziger und siebziger Jahre nichts mehr gemein. Es bleibt einer anderen Arbeit vorbehalten, die diskursive Konstitution des intellektuellen Felds in Frankreich heute zu betrachten.

Literatur

  • Althusser, Louis (1995[1969]): Sur la reproduction. Paris: Presses Universitaires de France.
  • Austin, John L. (1962): How to Do Things with Words. The William James Lectures delivered at Harvard University in 1955. Oxford, New York: Oxford University Press.
  • Bourdieu, Pierre (1984): Homo Academicus. Paris: Minuit.
  • Cossutta, Frédéric (1989): Éléments pour la lecture des textes philosophiques. Paris: Bordas.
  • Certeau, Michel de (1990): L’Invention du quotidien. 1. Arts de faire. Paris: Gallimard.
  • Deleuze, Gilles und Félix Guattari (1980): Mille plateaux. Capitalisme et Schizophrénie. Paris: Minuit.
  • Kauppi, Niilo (1996): French Intellectual Nobility. Institutional and Symbolic Transformations in the Post-Sartrian Era. Albany, NY: State University of New York Press.
  • Lacan, Jacques (1978): Le moi dans la théorie de Freud et dans la technique de la psychanalyse. Le séminaire. Livre II. Paris: Le Seuil.
  • Laclau, Ernesto (1990): New Reflections on the Revolution of Our Time. London, New York: Verso.
  • Laclau, Ernesto und Chantal Mouffe (1985): Hegemony and Socialist Strategy. Towards a Radical Democratic Politics. London, New York: Verso.
  • Maingueneau, Dominique (1993): Le contexte de l’œuvre littéraire. Énonciation, écrivain, société. Paris: Dunod.
  • Pêcheux, Michel (1975): Les Vérités de La Palice. Paris: Maspéro.
  • Rieffel, Rémy (1993): La Tribu des clercs. Les intellectuels sous la Ve République, 1958-1990. Paris: Calmann-Lévy.