Back

Corinna Mieth, Universität Tübingen

Wissen macht Text - Text macht Wissen
Zur Dialektik von ‘alt’ und ‘neu’ in Francis Bacons Darstellung der Wissenschaft

Gliederung:

I. Wissen als Text
I.1. Macht durch Wissen: Naturbeherrschung als Ziel der Wissenschaft
I.2. Der Nutzen der Erfindungen zum Wohle der Menschheit
I.3. Die Konstruktion der Fortschrittsgeschichte
II. Text (Bild) als Wissen: Das Neue als Inszenierung der Grenzüberschreitung auf dem Titelkupfer der Instauratio Magna
II.1. Die Überwindung geistiger Grenzen
II.2. Die Überwindung geographischer Grenzen
II.3. Der Mensch als Selbstschöpfer
III. Wissenschaft, Macht und Politik

Im 34. Aphorismus des ersten Teils seines Novum Organum erläutert Francis Bacon ein Grundproblem bei der Beschreibung seines Vorhabens der Erneuerung der Wissenschaft: "Das, was ich vorbringe, ist weder leicht zu übermitteln noch zu erklären, da ja das in sich Neue immer wieder nach der Art des Alten verstanden wird." (NO 34/97) Ziel seines Vorhabens ist es demgegenüber, die Eigenheit der Menschen, "über Neues nach dem Beispiel des Alten und gemäß ihrer danach gebildeten Phantasie zu schwätzen" (NO 109/229), aufzubrechen. So versucht Bacon, in radikaler Polemik gegen die Scholastik, seine neue philosophische Methode ohne die Berufung auf Autoritäten zu begründen: "Man mag auch entgegnen, es sei etwas Unerhörtes und Hartes, wenn ich alle Wissenschaften und alle Autoren zugleich und wie mit einem Schlag und einem Angriff beseitige, und dies ohne Hilfe und Unterstützung von einem Alten, sondern aus eigenen Kräften." (NO 122/253) M.E. entspricht dem von Bacon aufgeworfenen Erkenntnisproblem - daß das Neue am Beispiel des oder in Analogie zum Alten gedacht wird - ein Problem der Darstellung des in sich Neuen "aus eigenen Kräften". Denn die von Bacon im Novum Organum (1620) anvisierte Erneuerung der Wissenschaften kann einen Zuwachs an Erkenntnissen selbst nur über den Umweg der Darstellung garantieren, die den Nutzen des Neuen im Verhältnis zum Alten profiliert. Dabei ist der Gedanke, daß der Mensch seine Herrschaft über die Natur mit Hilfe der Wissenschaft "bis an die Grenzen des überhaupt Möglichen" (NA 205) ausbauen solle, selbst neu und seinerseits von der Prämisse einer linearen Zeitvorstellung abhängig. Denn angesichts des Fortschritts der Menschheit bei der Entdeckung neuer Länder erscheinen die Vorstellungen, Methoden und Wissenschaften der Alten als unzeitgemäß. Die neue Methode Bacons, die den Fortschritt der Gattung vorantreiben soll, wird demgegenüber in Abgrenzung zur Autorität der Scholastik dargestellt. Gerade der Fortschrittsgedanke erfordert es aber umgekehrt, das Alte in die lineare Zeitvorstellung zu integrieren, d.h. es vom Neuen her umzudeuten. Das Wissen, dessen Methode durch den Text dargestellt werden soll, produziert hier schon den Text, indem es seine Struktur vorgibt.
Im ersten Teil meines Referates werde ich die Argumentation nachvollziehen, mittels derer Bacon für eine Erneuerung der Wissenschaften plädiert. Im zweiten Teil werde ich am Beispiel des Titelkupfers zur Instauratio Magna (1620) die Inszenierung des Neuen als bewußtes Wagnis der Grenzüberschreitung darstellen. Bacons textuelle Strategie, das Neue durch die Transformation des Alten zu legitimieren
1, findet in der visuellen Strategie des Titelkupfers eine Ergänzung. Im dritten Teil werde ich abschließend kurz auf das Verhältnis von Macht, Wissen und Fortschritt eingehen.

I. Wissen als Text

Der Nutzen des neuen Werkzeugs ("novum organum"), das in der neuen Methode der Wissenschaft selbst besteht, dient zunächst als Legitimationsinstanz des Projekts der Instauratio Magna, der großen Erneuerung der Wissenschaften. Die Rückbindung der Wissenschaft an ihren Nutzen für das "gesamte Menschengeschlecht" (NO 129/271) impliziert eine Umdeutung der theologischen Prämissen der alten Wissenschaft. Über den Gedanken des Fortschritts und der Entwicklung, der im Gegensatz zu der theologischen Formel "Nichts Neues unter der Sonne" steht, wird die Aufwertung des Neuen ermöglicht. Die Wissenschaft und ihr Zuwachs, der das menschliche Leben erleichtern soll, werden als Hilfe bei der Entwicklung der Menschheitsgeschichte verstanden. Zwar wird das Neue bei Bacon erkenntnistheoretisch als radikaler Bruch gedacht, in bezug auf die Wissenschaftsgeschichte jedoch zunächst als "Erneuerung" dargestellt.
Der zyklischen Zeitvorstellung der Griechen entspricht nach Bacons Ansicht die "unfruchtbar[e]", in sich selbst gefangene Wissenschaft, deren "Weisheit (...) reich an Worten, aber arm (...) an Werken" sei. (NO 71/153) In seinem Essay "Of Innovations" (1597) argumentiert Bacon demgegenüber von einem linearen Geschichtsbild her. Dort wird das Neue als janusköpfig dargestellt.2 Die menschliche Befähigung zur Naturbeherrschung wird der natürlichen Entwicklung entgegengesetzt: "Neuerungen" erscheinen als "Ausgeburten der Zeit", die selbst "der größte Neuerer" ist. (N 94) Demgegenüber ist der Mensch fähig zur "Erstschöpfung" ("first precident"/Präzedenzfall): "denn das Gute ist einer erzwungenen Bewegung vergleichbar, welche die höchste Kraft anfangs entfaltet, während das Böse, das dem Menschen entgegengestellt ist, gleich einer natürlichen Bewegung mit der Zeit an Kraft gewinnt." (ebd.) Es kommt für Bacon darauf an, der "natürlichen Bewegung", die zum Verfall tendiert, den menschlichen Eingriff entgegenzusetzen3, der die Natur durch die Wissenschaft so beinflußt, daß sie seinen Zwecken gehorcht. Dieser Konzeption liegt ein spezifisches Naturvertändnis zugrunde, das diese als vollständig erkennbar und damit beherrschbar voraussetzt.

I. 1. Macht durch Wissen: Naturbeherrschung als Ziel der Wissenschaft

In A Confession of Faith unterscheidet Bacon die ewigen ("everlasting") Naturgesetze, die die Natur als Ausdruck der "laws of creation" erscheinen lassen (W VII, 220f.) von den "new creations", durch die nur Gott die Naturgesetze brechen kann und die uns als "miracles" erscheinen. (ebd., 221) Dem entspricht im Novum Organum die Unterscheidung zwischen einer Gotteserkenntnis, die sich an den Offenbarungen zu orientieren hat, und der Naturerkenntnis, die der Wissenschaft zukommt. Somit ist die Wissenschaft von der Theologie emanzipiert und Bacon kann verlangen, daß "nüchternen Geistes dem Glauben nur das gegeben wird, was des Glaubens ist" (NO 65/135), wohingegen "Menschenwerk den göttlichen Dingen keinen Abbruch tue". (ebd., 31) Im Gegenteil: Bei Bacon entprechen die Wissenschaft und die Naturbeherrschung Gottes Schöpfungsauftrag. Mit diesem Bündnis zwischen den zuvor getrennten Bereichen Wissenschaft und Theologie wird dem Menschen die Macht über die Natur "bis an die Grenzen des überhaupt Möglichen" (NA 205) eröffnet. Damit ist die aktive Rolle des Menschen in der Geschichte legitimiert: "Es handelt sich (...) nicht bloß um das Glück der Betrachtung, sondern in Wahrheit um die Sache und das Glück der Menschheit und um die Macht zu allen Werken." (NO 65) Die Bedingung dieser Ermächtigung ist allerdings die genaue Erkenntnis der Naturgesetze: "Denn der Mensch als Diener (minister) und Dolmetscher (interpres) der Natur wirkt und weiß nur so viel, wie er von der Ordnung der Natur durch seine Werke oder durch seinen Geist beobachtet hat; mehr weiß er nicht, und mehr vermag er nicht. Denn keine Kraft kann die Kette der Ursachen lösen oder zerbrechen, und die Natur wird nur besiegt, indem man ihr gehorcht. Daher fallen jene Zwillingsziele, die menschliche Wissenschaft und Macht, zusammen, und das Mißlingen der Werke geschieht meist aus Unkenntnis der Ursachen." (ebd.) Dabei ist die Macht des Menschen über die Natur schon als vermittelt gedacht, indem Bacon die neue Methode der Wissenschaft, die die Macht erweitern soll, als "Organum", als Instrument, bezeichnet.4 Die Natur besitzt für Bacon keinen Eigenwert. Sie hat den Rang eines Mittels, das den Stoff für die "Macht zu allen Werken" abgibt. Bei der Schaffung neuer Werke ist der Mensch zwar an die Naturgesetze gebunden, jedoch in seiner Zielsetzung keiner "natürlichen" Zweckmäßigkeit verpflichtet. Im Anhang der englischen Ausgabe der Nova Atlantis zeigt sich an einer Liste von Forschungszielen nochmals die schon in "Of Innovations" formulierte Idee, dem natürlichen Lauf der Dinge, der diese zum Verfall verdammt hat, durch menschliche Neuschöpfung entgegenzutreten.5 Die Kenntnis der Natur hat keinen Selbstzweck, sondern wird dazu benötigt, diese nach menschlicher Zwecksetzung umzumodeln. Die Nachahmung der Natur (NA 212) dient ihrer Beherrschung. So steht auf der Liste der wissenschaftlichen Zielsetzungen die Hervorbringung neuer Stoffe (W III, 168), die Neuzüchtung und Neukombination von Pflanzen und Tieren (NA 212) und schließlich folgerichtig die Erschaffung von "künstlichen Menschen". (ebd.) Der Mensch, der mit Gottes Einverständnis über die Natur verfügt6, bringt am Ende in seiner Eigenschaft als "second maker" nicht nur die gesamte Natur als künstlich verdoppelte (NA 205ff.), sondern auch sich selbst noch einmal neu hervor.

I. 2. Der Nutzen der Erfindungen zum Wohle der ganzen Menschheit

Wie schon beschrieben, hat die neue Methode der Naturerkenntnis, die Bacon vorschlägt, instrumentellen Charakter. Sie dient nicht der Kontemplation oder der Erkenntnis einer transzendenten Weltordnung im Spiegel der Seele bzw. in den "vestigia dei", sondern sie soll damit legitimiert werden, daß sie den Nutzen der gesamten Menschheit befördert. "Gerade weil Bacon im Rahmen seines wissenssoziologischen Ansatzes überzeugt ist, daß zwischen Erkenntnissystemen keine Entscheidung erzwungen werden kann, müssen die Gründe für die Option aus einem Diskurs über die Berechtigung der Ziele der Erkenntnis gezogen werden. Bacons zentrales Argument ist einfach und schlagend: Eine Wissenschaft, die auf die Herrschaft über die Natur in Werken, d.i. auf Technik zielt und die Natur nach diesem Ziel erkennt, bietet die Möglichkeit, allen zu nutzen, ohne einigen zu schaden." (Krohn 1987, XXXVIII) Die Textstrategie, mit der dieses Ziel profiliert wird, legitimiert das Neue durch den Aufweis der Unfruchtbarkeit der alten Methoden hinsichtlich ihres Nutzens. Gleichzeitig beruft sich Bacon, um die "Vortrefflichkeit des Zieles" der neuen Wissenschaft (NO 129, 267) zu verdeutlichen, auf die Fortschrittsgeschichte.
In Analogie zur Entdeckung der Neuen Welt durch Kolumbus wird der "neue Weg" des Verstandes als Weg zur "terra incognita" bezeichnet. (vgl. NO 74) So unterscheidet Bacon zwischen der herkömmlichen "Art, die Wissenschaft zu pflegen", und der, "sie zu erfinden" (NO 77), mit dem Ziel, " durch Werke die Natur selbst [zu] besiegen". (ebd.) Dabei erkennt er den Nutzen der bisherigen bahnbrechenden Erfindungen, der Kriegsgeräte, der Buchdruckkunst und des Kompasses durchaus an, kritisiert aber die Zufälligkeit ihrer Entdeckung. Durch seine neue Methode will er den Fortschritt der Menschheit schneller gewährleistet sehen.

I. 3. Die Konstruktion der Fortschrittsgeschichte

Grundlegend für Bacons Geschichtskonstruktion ist, daß er die Antike als Kindheit der Menschheitsentwicklung beschreibt. 7 Damit dreht er den scholastischen Autoritätsglauben um, dem die Weisheit des Altertums als verbindlich galt. Über diese Umkehrung gelingt es Bacon, ein lineares Geschichtsbild zu entwickeln. Die Bedingung hierfür ist die Erfahrung der geographischen Überschreitung der Grenzen der alten Welt durch Kolumbus. Von dorther kritisiert Bacon die Beschränkung der Antike hinsichtlich ihrer "Kenntnisse der Zeit und des Erdkreises" und ihre Geschichtslosigkeit im Gegensatz zur Neuzeit: "In unserer Zeit sind indes die meisten Teile des neuen Kontinents und die Grenzen der alten Welt allseitig bekannt; der Schatz der Erfahrung ist ins Unermeßliche gewachsen." (ebd., 155) Hier wird deutlich, daß Bacon die Antike als Kindesalter in sein lineares Geschichtsbild einordnen kann, während er ihre Erklärungsmodelle in der Neuzeit als anachronistisch ablehnen muß. Der Schulphilosophie stellt er das "Wachstum der Wissenschaften" (De Augmentis Scientiarum 1623) und den "Fortschritt des Lernens" (The Advancement of Learning 1603) gegenüber. Diese Entwicklung, die Bacon in seinem linearen Geschichtsvertändnis darstellt, ist in Richtung Zukunft offen. Das Vorhaben der Wissenschaft ist für Bacon ein kooperatives, das sich mit der Zeit entfalten soll und über das Leben des einzelnen hinausgeht. Zunächst sollen Experimente schriftlich niedergelegt (NO 101/219) und gesammelt werden (ebd., 99/ 217), um dadurch die Regeln der Natur zu erkennen, die die Grundlage für die Schaffung neuer Werke darstellen. (ebd., 103/221) Die Erstellung dieser "Naturgeschichte" glaubt Bacon weder innerhalb seines Lebens vollenden zu können, noch geht er von der Fehlerlosigkeit seiner Theorie aus (ebd., 116/241).Vielmehr scheint ihm "die Zeit (...) dafür noch nicht reif zu sein" (ebd.), so daß er es nur vermöge, "einstweilen die Samenkörner der reineren Wahrheit für die Nachwelt" (ebd., 143) zu streuen.

II. Text (Bild) als Wissen: Das Neue als Inszenierung der Grenzüberschreitung auf dem Titelkupfer der Instauratia Magna

Die textuelle Strategie, die das Wissen und seinen Nutzen vermitteln soll, wird von einer visuellen Strategie ergänzt. Auf dem Titelkupfer der Instauratia Magna ist ein Schiff zu sehen, das dabei ist, die von den Säulen des Herakles symbolisierten Grenzen der alten Welt zu überschreiten. Flankiert wird das Schiff zur linken von einem Delphin, der in der Emblematik des siebzehnten Jahrhunderts für Neugier und Hilfe steht, und zur rechten von einem vogelartigen Wesen. Im Vordergrund befindet sich ein walartiges Seetier, das Gefahr symbolisiert, doch keine Anstalten macht, das Schiff an der Durchfahrt zu hindern oder es gar anzugreifen. In der Antike war das Schiff ein Motiv sowohl für die menschliche Seele als auch für den Staat und den Kosmos.8 Bacon spielt mit der ganzen Bandbreite dieser Symbolik, da es etwa beim Staatsschiff, dessen Dartstellung in der Emblematik des siebzehnten Jahrhunders verbreitet war, auf die richtige Lenkung ankommt.

II.1. Die Überwindung der geistigen Grenzen

Auf der Ebene des Schiffs als Symbol für den Kosmos überlagern sich antike und biblische Metaphorik. Denn die Darstellung des Wassers und des Himmels, sowie der Erde und der Pflanzen, die die Säulen umgeben, und der Tiere, die teils neugierig, teils bedrohlich dargestellt sind, assoziiert die gesamte Schöpfung. Aus der Richtung der geblähten Segel läßt sich vermuten, daß das Schiff von Osten, aus der Antike nach Westen getrieben wird. Da der Betrachter, sowohl was die Perspektive des Bildes als auch was die geographischen Gegebenheiten angeht, schon dort ist, liegt es nahe, das Bild auf einer metaphorischen Ebene als Überwindung der geistigen Grenzen zu verstehen. Bemerkenswert ist, daß das Schiff des Fortschritts ein Geisterschiff ist, auf dem sich keine Menschen befinden. Es fährt auf den Betrachter zu, um ihn dort abzuholen, wo er im Geiste schon ist. Dies wird durch die Perspektive nahegelegt, die den Betrachter nicht im räumlichen Sinne, von einem anderen Schiff aus, auf das Schiff sehen läßt, sondern aus einer Vogelperspektive. So kommt auch das Licht von jenseits der Säulen, die die alte Welt begrenzen, wie sich an der Spiegelung des Lichts an den Säulen und den aufgeblähten Segeln feststellen läßt. Damit ist Bacons Diktum von der lichtbringenden Erkenntnis in diesem Bild ausgedrückt.9 Das Licht, das Gott am ersten Tag schuf, und in Analogie zu dem der Mensch die Natur erkennen soll, kommt von jenseits der alten Welt, aus dem Geist des Betrachters selbst, der die Grenzen der alten Welt, deren Himmel von Wolken verdunkelt ist, nicht nur geographisch, sondern intellektuell überwinden soll. Eine Hilfe bietet dabei Bacons Instauratia Magna, deren Titel von der Sonne, die jenseits des Bildes liegt, hell angestrahlt wird. Nicht Gott blickt hier auf den Menschen herab, sondern der Mensch auf sich selbst. Nicht mehr Gott muß den Leviathan, an den das Seetier im Vordergrund des Bildes erinnert, töten, wie es in Jesaja 27, 1 heißt, sondern der Mensch kann durch die Wissenschaft seine Herrschaft über die Natur behaupten und ausdehnen. So kann man den Fortschritt der Wissenschaften auf der Grundlage der Metaphorik von Psalm 104, "Ein Loblied auf den Schöpfer" verstehen. "Du verankerst die Balken deiner Wohnung im Wasser. Du nimmst dir die Wolken zum Wagen, du fährst einher auf den Flügeln des Sturmes. (...) Du hast die Erde auf Pfeiler gegründet; (...) Du hast den Wassern eine Grenze gesetzt, die dürfen sie nicht überschreiten. (...) Da ist das Meer, so groß und weit, darin ein Gewimmel ohne Zahl: kleine und große Tiere. Dort ziehen Schiffe dahin, auch der Leviathan, den du geformt hast, um mit ihnen zu spielen." (Ps 104, 24-26) Innerhalb dieser Schöpfung ist für Bacon allerdings der Mensch selbst "dem Menschen ein Gott." (NO 129, 269) Denn seine "Erfindungen sind gleichsam neue Schöpfungen (novae creationes) und sind Nachahmungen der göttlichen Werke ("divinorum operum imitamenta"). (ebd.) Die Macht Gottes, "das Antliz der Erde" zu "erneuer[n]" (Psalm 104, 30), geht bei Bacon auf die weltliche Herrschaft des Menschen über.

II.2. Die Überwindung geographischer Grenzen

Hinsichtlich der politischen Dimension nimmt die Darstellung der Säulen auch Bezug auf das Wappen Karls des V., dessen Krone auf Gemälden und Münzen zwischen den Grenzen der alten Welt unter seinem Motto der Grenzüberschreitung: "Plus Ultra" dargestellt wurde.10 Earl Rosenthal, der diesem Motto eine umfassende und erschöpfende Untersuchung gewidmet hat, unterscheidet schon für die Antike zwischen einer geographischen Bedeutung der Säulen als Orientierungspunkt (Rosenthal 1971, 210), und ihrer mahnenden Funktion, die Grenzen der alten Welt nicht auf das offene Meer hin zu überschreiten. Dahingegen standen die Säulen zur Zeit Karls des V. für die Wagnisse des Prometheus und den Abenteuergeist, etwa eines Kolumbus.11 Im Anschluß daran interpretierten die meisten Emblematen im späten sechzehnten Jahrhundert das "Plus ultra to be a youthful announcement of Charles's intention to extend his empire 'yet further' into the New World." (ebd., 217)12 Hier werden die imperialistischen Implikationen der geographischen Grenzüberschreitung deutlich.
Vor dem Hintergrund der verschiedenen Ausdeutungen der Grenzüberschreitung im Zusammenhang mit den Säulen des Herakles fällt zunächst auf, daß Bacons eigenes Motto im Futurum formuliert ist: "multi pertransibunt et augebitur scientia." Damit greift es die Idee der kooperativen Wissenschaft auf, die sich in der Zukunft verwirklicht. Durch das zweite Schiff im Hintergrund wird auf die Prozeßhaftigkeit des Unternehmens verwiesen. Hier rückt wieder die allegorische Dimension des Bildes in den Blick. Sie verdeutlicht die schon erwähnte Forderung an die Wissenschaften, die geographische Überschreitung der Grenzen der Alten Welt auch im Geiste zu vollziehen.13 Andersherum ist die Erneuerung der Wissenschaften die Bedingung der weltlichen Herrschaft, denn "[d]er Menschen Herrschaft über die Dinge beruht allein auf den Künsten und Wissenschaften", die es ermöglichen, "die Macht (...) des Menschengeschlechts selbst über die Gesamtheit der Natur zu erneuern und zu erweitern." (NO 129/271) Dabei greift das "multi" im Motto den Gedanken auf, daß das gesamte Menschengeschlecht von den "Wohltaten der Erfinder" profitieren solle (ebd., 129/269).

II.3. Der Mensch als Selbstschöpfer

Wir haben an Rosenthals Darstellung gesehen, daß auch Prometheus mit der Symbolik der Grenzüberschreitung in Verbindung gebracht werden kann. Diese Figur versinnbildlicht in Bacons De sapientia veterum (The Wisdom of the Ancients) die "providence", deren Werk die "creation and constitution of man" ist. (VII, 747) Das größte Wagnis des Prometheus besteht nach Bacon darin, die göttliche Weisheit selbst unter die Herrschaft des vernünftigen Menschen zu bringen. (ebd., 752f.)
Der Mensch erscheint in Bacons Interpretation des Prometheusmythos als Zentrum der Welt (ebd., 747), dem alle anderen Kreaturen dienen: "the whole world works together in the service of man". (ebd.) Bacon selbst betont die Entsprechung ("correspondency") des Mythos zum christlichen Glauben, durch den - wie wir oben gesehen haben - die Herrschaft des Menschen über die Natur legitimiert wird. Diese Herrschaft ist aber, wie Bacon unter Rückgriff auf die Befreiung des Prometheus durch Herakles erläutert, nur durch Kooperation möglich. Die Spiele, die zu Ehren des Prometheus veranstaltet wurden, sollten nach Bacon erneuert werden, denn sie erinnern daran, "that the perfection of the sciences is to be looked for not from the swiftness or ability of any one inquirer, but from a succession." (ebd., 753)
Ebenso wie den Prometheusmythos transformiert Bacon die Danielapokalypse, auf die das Motto "multi pertransibunt & augebitur scientia" zurückverweist. Dort wird die Rettung des Volkes Israel am Weltende verkündet, die Daniel jedoch geheimhalten soll. In diesem Zusammenhang heißt es in der Vulgata: "pertransibunt plurimi et multiplex erit scientia" (Daniel 12, 4) Bacon deutet diese Stelle so, daß es von der göttlichen "Vorsehung beschlossen (sei), daß die Durchwanderung der Welt, die nach so vielen langen Seereisen so gut wie erreicht oder wenigstens schon nahe bevorzustehen scheint, und die Vertiefung [im Original: Vermehrung: "augmenta", C.M.] der Wissenschaften in dasselbe Zeitalter fallen." (NO 93/209) Damit wird bei Bacon die Prophezeiung des Weltendes ins Diesseits verlagert. Die Grenze zwischen den Weltreichen geht von der Vertikalen in die Horizontale über. Bei Bacon bezieht sich das Wissen nicht mehr auf die im Buch Daniel versiegelte göttliche Offenbarung, sondern auf die Ergründung und Beherrschung der Natur in dieser Welt. So ist die Wissenschaft auch nicht mehr "multiplex", sondern sie wächst an ("augebitur", vgl. den Titel der Schrift "De augmentis scientiarum"). Die göttliche Vorsehung wird durch das Werk der Menschen, die ihre eigene Geschichte hervorbringen, ersetzt, und eben dies ist Bacons Verständnis von Schöpfung und Vorsehung i.S. von "weiser Voraussicht". (Wir erinnern uns daran, daß die Eigenschaft, die Prometheus vor allen anderen auszeichnet, die "providence" war.)
In einem Aphorismus, der unmittelbar vor dem Verweis auf die Danielstelle steht, begründet Bacon, daß er seine "Auffassungen [...] offen darlegen und unterbreiten" müsse unter Berufung auf Kolumbus, dessen Seereise aufgrund der Darstellung seiner Überzeugtheit davon, neue Länder zu finden, genehmigt worden sei. Auch am Ende der Nova Atlantis können wir die Offenlegung und Verkündung der Idee der kooperativen Wissenschaft inszeniert finden, die im Gegensatz zur Versiegelung des Buches durch Daniel steht.14 Die Gründung des Hauses Salomon illustriert in der Nova Atlantis dabei das Wissenschaftsprojekt, das Bacon im Novum Organum vorschlägt. Am Ende der Nova Atlantis wird dieses durch einen erfundenen Offenbarungsbrief legitimierte Unternehmen zur Verkündung an den Ich-Erzähler weitergeleitet: "Es segne dich Gott, mein Sohn! Ebenso möge er den Bericht, den ich dir gegeben habe, segnen! Ich gebe dir die Erlaubnis, ihn zum Wohle anderer Völker zu verbreiten". (NA 215) Damit wird das Unternehmen der Wissenschaft zum Wohle der Menschheit zum welthistorischen Auftrag.

III. Wissenschaft, Macht und Politik

Wir haben gesehen, daß Bacon einerseits ein Verfahren entwickelt, das die vorherigen Wissensmodelle einer Kritik unterzieht, indem es sie umdeutet und damit zur Disposition stellt. Andererseits bietet dieses Verfahren durch seine teleologische Ausrichtung, was das am linearen wissenschaftlichen Fortschritt ausgerichtete Geschichtsbild betrifft, keine internen Revisionsmöglichkeiten mehr an. An der Darstellung der Fortschrittsgeschichte hat sich gezeigt, daß Bacon Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft wie Perlen auf eine Schnur reiht. Dabei bedarf es zur Legitimation der gegenwärtigen Forschungsinteressen, die sich auf die Zukunft ausdehnen sollen, einer Umdeutung des Alten, die dieses in das Fortschrittsbild einreiht, um so das Neue zu legitimieren. Der dazu vorausgesetzten Verfügbarkeit der Vergangenheit entspricht die von Bacon angenommene Verfügbarkeit der Natur.

Bacons Idee, das Ziel der "Herrschaft" einer Nation "über das menschliche Geschlecht" durch die "Herrschaft des gesamten Menschengeschlechts selbst über die Gesamtheit der Natur" abzulösen (NO 129, 271), erscheint allerdings zweifelhaft. Sein Optimismus, daß die Erfindungen allen Nutzen würden, geht auf die Vorstellung einer politischen Indifferenz der Technik zurück. Doch seine Beispiele Schießpulver und Kompaß zeigen durchaus, daß die Wertschätzung neuer Erfindungen von ihrem Nutzen für ganz bestimmte Zwecke, die im Falle dieser Beispiele mit der Ausdehnung der Macht bestimmter Nationen verbunden waren, abhängt. Bacon stellt das Verdienst des Erfinders über das etwa der "Befreier [] des Vaterlandes von dauerndem Elend" durch Tyrannenherrschaft. (NO 129, 267)15 Sein Argument lautet, daß die "Wohltaten der Erfinder" der ganzen Menschheit "zugute kommmen", und im Unterschied zu den politischen Wohltaten weder örtlich noch zeitlich befristet sind. (ebd. 269) Ferner seien Erfindungen nicht wie politische "Verbesserungen" mit "Unrecht" oder "Leid" verbunden. (ebd.) Hier sind Bedenken angebracht, denn für oder gegen wen die Erfindungen eingesetzt werden, ist eine Frage, die eng mit der nach ihrem Nutzen zusammenhängt. Im zweiten Teil habe ich auf die geographische Dimension der Säulenmetaphorik hingewiesen, in der Grenzüberschreitung auch die Erweiterung der Macht bedeutet. Die "gesamte Menschheit" zeichnet sich auch für Bacon bei genauerem Hinsehen gerade durch die "Verschiedenheit" der "Lebenslage[]" der Völker aus, die sich aus dem wiederum differierenden Stand ihrer wissenschaftlichen Entwicklung ergibt. (ebd., 269) Die einheitliche Fortschrittsgeschichte, die Bacon konstruiert, ist aber vor allem die eigene. Wie wir gesehen haben, wird das Neue durch die Transformation des Alten darstellbar. Dieses wird, indem es in der Umdeutung seine "Vollendung" (NO 39) erreicht, zum "Spiegel" des Neuen. (NA 195) In der Nova Atlantis können wir eine Verdopplung beobachten. Jenseits der geographischen Grenzen der alten Welt treffen die mit dem Schiff ausgerückten Europäer auf eine avanciertere Version von sich selbst. (Vgl. Boesky 1997) Die Entwicklungsgeschichte der Einwohner Bensalems verdoppelt in Bacons Utopie die ihrer Besucher. Beide Geschichten sollen dadurch in eine Kontinuität gebracht werden, daß die Ankömmlinge die Botschaft Bensalems in aller Welt verbreiten. Hier geht es nicht um den Bericht von der Entdeckung eines neuen Landes, sondern um die Legitimation der eigenen Entwicklungsgeschichte im Imaginären. Auf Neu-Atlantis wird gar nichts Neues vorgefunden, sondern in Bensalem findet sich der wissenschaftsgläubige Europäer nur selbst wieder.

Dieses und andere Probleme der Baconschen Fortschrittskonzeption können im Anschluß an meinen Vortrag geklärt werden.


Anmerkungen

1 Diese Art der Legitimation des Neuen durch Transformation, d.h. Neuinterpretation und Neuerzählung des Alten, kann man "literarisch" nennen. Bacons Rhetorik wurde in der Sekundärliteratur vielfach untersucht. (Vgl. vgl. die Bibliographie bei Krohn 1987, 194f.: Vickers 1987; Jardine 1974; Harrison 1957 ) Mir kommt es hier freilich nicht auf die rhetorischen Stilmittel, sondern auf den literarischen Bezug zur Antike und zum Christentum an.
2 vgl. dazu Weinberger 1985, 170ff.
3 So sollen "Weisheit und Verstand die Dinge (...) zum Besseren wenden, die die Zeit in natürlicher Weise zum Schlimmeren kehrt". (N 94)
4 In dieser Sicht ist der Grundstein für die antiteleologische, mechanistische Naturauffassung gelegt, die Hobbes' später atheistisch radikalisieren wird, um den Menschen im Leviathan als Selbstschöpfer seiner politischen Lebensumstände zu beschreiben.
5 Zu den Zielen der Baconschen Wissenschaft gehören etwa die "prolongation of life", "restitution of youth" und "retardation of age". (W III, 167)
6 Bacon spricht von einem "Recht über die Natur", welches dem Menschen "kraft einer göttlichen Schenkung zukommt." (NO 129/273)
7 Denn für das Altertum ist doch in Wahrheit das Greisen- und großväterliche Alter der Welt zu halten; und dieses muß von unserer Zeit ausgesagt werden und nicht von jenem jüngeren Zeitalter der Welt, in dem die Alten lebten. Denn jenes ist zwar mit Rücksicht auf unsere Zeit älter und entfernter, in bezug auf die Welt selbst aber neuer und jünger." (NO 84/179)
8 Rahner (1964, 319) stellte eine Verbindung der Symbolik zum Christentum her : "die Antike spricht vom Schiff des Staates, vom Schiff der Seele, vom Schiff der Welt, und es wird sich zeigen, daß für den Christen die Kirche als gutes Schiff Erfüllung und Inbegriff von Polis und Psyche und Kosmos ist".
9 Um den Vorteil seiner Methode aufzuzeigen, beruft sich Bacon auf die Schöpfungsgeschichte: "Aber im wahren Lauf der Erfahrung und zur Schaffung neuer Werke muß man sich ganz und gar die göttliche Weisheit und Ordnung zum Vorbild nehmen. Gott hat am ersten Schöpfungstage nur das Licht erschaffen und hat diesem Werke einen vollen Tag gewidment; an diesem Tage hat er kein materielles Werk geschaffen. Ähnlich ist bei jeder Erfahrung zunächst auf die Erforschung der Ursachen und wahren Grundsätze einzugehen; es sind die lichtbringenden, nicht die fruchtbringenden Experimente zu suchen. Denn die richtig erforschten und aufgestellten Grundsätze ergeben keine magere, sondern eine üppige Praxis und ziehen Scharen und Massen von Werken nach sich." (NO 70, 149)
10 Bacon lebte zwar knapp ein Jahrhundert später , doch ist anzunehmen, daß sowohl er als auch der niederländische Illustratur Simon de Passe, von dem das Titelkupfer stammt, mit der Symbolik und dem Motto Karls des V. vertraut waren, den Bacon gelegentlich in seinen Schriften erwähnt.
11 By this time, the Columns were no longer considered limitary markers but, rather, symbolic points of departure for the venturesome spirits of the day. Charles's contemporaries took pride in the Promethean daring expressed by his device in contrast to the restrictive attitude of Antiquity". (Rosenthal 1971, 221)
12 Ferner kommt dem Motto eine "'heroic' significance" zu, die sich auf die "Ulyssean aspirations" bezieht, "to sail beyond the Straits of Gibraltar." Am Ende deutet Rosenthal die Konnotationen des Mottos geopolitisch: "it died convey the prediction of the endless expansion of the domains and the power of the young Christian ruler, Charles of Burgundy, Austria and Spain and, opotentially, the ruler of the entire earth. It is also embodied the excitement and the sense of man's enhanced power experienced by the informed courtiers and humanists of Europe who eagerly awaited news of the latest discoveries in the previously unknown hemisphere. (...) [H]is motto was not simply a chiding reversal of a restrictive Herculean proverb but, rather a new slogan that expressed, quite literally, a new vision of the world." (Rosenthal 1971, 227f.)
13 Denn "es wäre ja auch eine Schande, wenn die Verhältnisse der materiellen Welt, nämlich die der Länder, Meere, Gestirne, zu unserer Zeit bis ins Äußerste eröffnet und beschrieben worden sind, die Grenzen der geistigen Welt indes auf die Enge der alten Entdeckungen beschränkt bleiben sollten." (NO 84/181)
14 Dabei fungiert Bacons neues Werkzeug (novum organum) gleichsam als Kompaß, der die Säulen zu passieren gewährleistet. (Vgl. NO 27)
15 Schon in "Über Neuerungen" ist Bacon gegenüber politischen Veränderungen skeptisch. (N 95)

Literatur

Boesky, A. 1997: Bacon's New Atlantis and the laboratory of prose, in: E. Fowler/R. Greene (ed.): The project of prose in early modern Europe and the New World, Cambridge, 138-153.

Harrison, J.L. 1957: Bacon's View of Rhetoric, Poetry and the Imagination, Huntington Library Quarterly XX.

Jardine, L. 1974: Francis Bacon: Discovery and the art of discourse, Cambridge.

Krohn, Wolfgang 1987: Francis Bacon, München.

Rahner, Hugo 1964: Symbole der Kirche. Die Ekklesiologie der Väter, Salzburg.

Rosenthal, Earl 1971: Plus Ultra, Non Plus Ultra, and the Columnar Device of Emperor Charles V, in: Journal of the Warburg and Courtauld Institutes, vol. 34, London, 204-228.

Vickers, Brian 1968: Francis Bacon and Renaissance Prose, Cambridge.

Weinberger, Jerry 1985: Science, Faith and Politics: Francis Bacon and the Utopian Roots of the Modern Age, Ithaka and London.

Abkürzungen:

NO: Francis Bacon: Neues Organon, lat.-deutsch, hrsg. v. W. Krohn, übers. v. R. Hoffmann, Hamburg 21999, 2 Bde.

NA: Francis Bacon: Nova Atlantis, in: Der utopische Staat, hrsg. u. übers. v. K.J. Heinisch, Hamburg 1960, 171-215. (Original: Nova Atlantis, in: W III)

N: Francis Bacon: "Von Neuerungen", übers. v. J. Stephan, in: Von irdischen Dingen, Tübingen o.J. (Original: "Of Innovations", in: F. Bacon: Essays Civil and Moral, in W II, 300f.)

W: The Works of Francis Bacon, hrsg. v. Spedding, Ellis und Heath, London 1857-1874, Neudruck Stuttgart 1963, 14 Bde.


back to papers' list back to top